DKF beim Streetlife-Festival in München – ein voller Erfolg

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Schon von weit her konnte man ihren Stand in den kabylischen Farben erspähen und so gab es viele neugierige Blicke. Viele Passanten kamen von selbst an den Stand.

Von überall her kamen Mitglieder angereist, um den Verein Deutsch-Kabylische Freundschaft e.V. und seine Arbeit vorzustellen… sie kamen aus dem Saarland, aus Hamburg, Berlin, der Schweiz und scheuten nicht einmal die Anreise aus Prag.

Arezqi machte Interviews mit den vorbei strömenden Besuchern. Ob sie die Kabylei oder die Berber kennen, war eine häufig gestellte Frage, die einem erlaubte mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen.
Meistens schüttelten sie nur ratlos die Köpfe, Kabylei hat fast noch niemand von ihnen gehört, aber Berber, das seien doch Teppiche, oder?


{Arezqi beim Interview mit einer Passantin: auch für sie waren die Berber böhmische Dörfer.}

Es wurden Zettel mit Informationen zur geographischen Lage der Kabylei, und über Kultur und Sprache der Kabylen verteilt.

Daneben wurden kabylische Kleider und Webereien präsentiert und ein paar landestypische Leckereien gereicht: Couscoussalat, Datteln, Feigen und Oliven.


{Arezqi, Dahmed und Madjid wollten auch die Spezialitäten kosten…}

Und natürlich gab es auch ein paar Darbietungen, die durchaus erwähnenswert sind.
Marlene und Arezqi aus Berlin spielten kabylische und deutsche Märchen im Wechsel auf Kabylisch und Deutsch vor. Den meisten Besuchern war diese Sprache natürlich fremd, dennoch blieben viele neugierig stehen.

Zu Gast mit „Iɛessasen n tala – Hüter der Quelle“ aus Berlin waren
Marlene Dittrich-Lux und Arezki Keddam mit ihrer Märchenperformance

Das Wunder von der Leber in der Kapuze, Rumpelstilzchen und die Menschenfressereiche.


{Die Erzählerin Marlene beim Märchenvortrag}


{Arezqi: hier als Rumpelstilzchen…}

Des Abends wurde getanzt, gesungen, Gitarre und Dudelsack, ein Instrument, was wir typischerweise auch in der Kabylei vorfinden, gespielt.


{des Abends…}

Im Vordergrund der Veranstaltung stand natürlich nicht die Folklore, sondern die Bewusstmachung, dass Nordafrika eine eigenständige Kultur besitzt, die wahrgenommen werden will und zwar in all ihrer Schönheit aber auch mit all ihren Problemen der Vergangenheit und der Zukunft.

Die Repräsentanten waren zufrieden mit der Resonanz der Besucher und freuten sich über die vielen interessanten Gespräche.

Die vier Kilometer lange Event- und Bummelmeile war gut besucht und das Wetter war kaiserlich.

Es war schön zu sehen, wie viele Menschen ehrenamtlich arbeiten und so gab es viele Infostände zum Thema Iran, Amnesty International, Suchtprävention und Aktivitäten für Jugendliche, Tierschutzverbände und weitere interessante Vereine und Anregungen.

Uli Rohde

Fotos: Lyazid Abid und Uli Rohde. Alle Rechte liegen bei Tamurt.info und den Urhebern.

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