Frohes Yennayer 2960!

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Was manche bereits vergessen haben ist das, was vor 2960 Jahren passierte. Yennayer wird seit des Sieges des berberischen Königs Cacnaq über die gefürchteten Pharaonen gefeiert.

{Was bedeutet für dich Yennayer?}

Yennayer ist für Vaz aus Marseille „das Ende von etwas und gleichzeitig der Beginn etwas neuem… Uns bedeutet er mehr als der erste Tag des gregorianischen Kalenders.

Yennayer, das hat etwas mit dem des kabylischen Volkes zu tun. Es ist etwas Symbolisches. Wir erinnern uns daran, dass einer von uns ein König wurde in einem anderen Teil Afrikas in Ägypen.

Ich komme eigentlich aus Tizi Wezzu und da werden den Jungen bei ihrem ersten Yennayer die Haare geschnitten. Das muss der Vater für die Jungen machen. Das macht angeblich stark.“

{Und? Macht man das bei den Mädchen nicht?}

Nein, die brauchen das nicht, die sind doch schon stark, oder nicht?

{Hast du irgendwelche Vorsätze Lvaz?}

„Für mich persönlich? Ich möchte glücklich sein mit meiner Frau und meinen Kindern und für das kabylische Volk wünsche ich mir, dass sie respektiert werden das ebenfalls respektiert wird, wofür sie kämpfen.“

Für Zahir aus Paris ist Yennayer etwas, „was uns ,die Kabylen, von allen anderen Menschen unterscheidet.“

{Was machst du an diesem Tag?}

„Yennayer ist unser erster Tag des neuen Jahres mit dem ich mich sehr verbunden fühle.“

„Meiner direkten Familie mache ich kleine Geschenke und meine Freunde rufe ich alle an, um ihnen von Herzen ein glückliches und gesundes neues Jahr zu wünschen.“

{Was darf an diesem Tag nicht fehlen?}

„Ein feiner Couscous mit sieben Gemüsesorten und dazu trinke ich einen guten Wein. Ich koche ihn für meine Familie.“

{Was wünscht du dir für das neue Jahr?}

„Ich wünsche den Kabylen noch mehr Kraft, damit sie ihr Ziel im Kampf um die Autonomie auch erreichen können.“

{Hast du für das neue Jahr irgendwelche Vorsätze?}

„Nein, diesmal nicht!“

{Idir aus München… Was ihm Yennayer bedeutet.}

„Gute Frage!
Es ist für mich persönlich eine Art identifikation. Ich bin auch glücklich, wenn ich Silvester feiere, aber Yennayer ist etwas Besonderes wenn auch viele die Algerier die tiefe Bedeutung nicht mehr kennen, weil die Regierung nicht tiefer in unserer Geschichte forschen will.

Wenn ich bei meiner Familie in der Kabylei bin, und da bin ich auch in diesem Jahr, dann freue ich mich immer über das Essen meiner Mutter;

Da gibt es zu diesem Anlass immer Couscous mit Hähnchen. Die ganze Familie ist da und das ist mir irgendwie heilig. Unser Fest ist älter als das der Christen und der Moslems.“

Dieses Jahr wird Yennayer auch von vielen Kabylen überall in der Welt gefeiert, die an diesem Tag nicht in ihrer Heimat sein können, so auch in Hamburg:

Neben interessanten Informationen zur Kultur, Sprache und Schrift („Tifinar“ genannt) wird es Live-Musik unter anderem von dem in der Kabylei bekannten Sänger Ali Amran, orientalischen Tanz und Couscous geben, das allseits beliebte traditionelle Nationalgericht Nordafrikas. Spät abends gibt’s Musik von DJ Momo.

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Die Masiren, wie sich die Berber selbst bezeichnen, stellen sozusagen die indigene Urbevölkerung Nordafrikas dar, also Marokkos, Algeriens, Tunesiens, Libyens und der Sahara. Bekannte Gruppen sind z. B. dieKabylen, die sich selbst „Iqbayliyen“ nennen in Algerien, die „Schilha“ in Südmarokko und die Tuareg („Imuschar“) der Sahara, hierbei handelt es sich um die berühmten blauen Männer. Aufgrund ihrer Herkunft, Kultur und Sprache betrachten sich die verschiedenen Berbergruppen als eine Nation, auch wenn sie sich dialektal unterscheiden.

Eintritt (inkl. Speisen und Softdrinks): 10,- Euro, ermäßigt 5,- Euro (nur im VVK, begrenztes Kontingent) Jugendliche bis 18 Jahre: 5,- Euro Kinder bis 12 Jahre: frei

Kartenkauf/Reservierung bis 14.01. im Stadtteilbüro Dulsberg in der Probsteier Str. 15, Tel. 652 80 16

http://venyoo.de/veranstaltung/2093…

Uli Rohde

2 KOMMENTARE

  1. So ein Quatsch! , ich zitiere: „Was manche bereits vergessen haben ist das, was vor 2960 Jahren passierte. Yennayer wird seit des Sieges des berberischen Königs Cacnaq über die gefürchteten Pharaonen gefeiert.“

    Warst Du anwesend, als die Berber es feierten?
    Du must einbißchen darüberlesen, um Dich zu behaupten, oder Deine Aufgabegeber nachfragen, ob si es wissen, weshalb man in der Tamazgha dieses Jahr das Jahr 2961 schreibt.

    • Lieber Georg,

      ist gut möglich, dass wir aus einem anderen Grund Yennayer feiern als Sie 🙂

      Das ist die im allgemeinen verbreitete Ansicht zum Yennayer… ich habe auch irgendwo schon mal einen anderen Grund vernommen. Aber wenn Sie es ganz genau wissen, dann lade ich Sie herzlich dazu ein einen weiteren Kommentar zu dem Thema zu verfassen, oder noch besser: zum kommenden Yennayer einen interessanten Artikel für tamurt.info zu verfassen! Das wär doch was, oder? Wir brauchen sowieso jede helfende Hand und kritische und gutinformierte Leser kommen da gerade recht. Wie wärs?

      Herzliche Grüße
      von der Redaktion
      Ihre
      Uli Rohde

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