In Marokko Tausende auf den Straßen.

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Die Bewegung in Marokko hat eine eigene Seite bei Facebook, die vor etwa 20 Tagen gegründet wurde. Sie heißt „20. Februar.“ Auf ihr wird sich organisiert und ausgetauscht.

Gestern wurde in verschiedenen Städten Marokkos demonstriert.
In Rabat waren es etwa 9000 Menschen, die in der {Mohamed Chamis Straße} demonstrierten. In Casablanca spricht man von etwa 6000. Aber auch in anderen Städten wie Tanger, Marrakesch und Alhoucaima ging man auf die Straße.

Sie demonstieren gegen eine absolutistische Herrschaft in Marokko und für die Verbesserung der Menschenrechtslage. Sie fordern, dass die Regierung das Parlament auflöst und erwartet dass es zu einer Verfassungsänderung kommt. Die Masirische Bevölkerung erwartet auch, dass das Tamazight, eine Berbersprache, die etwa 40 Prozent der Bevölkerung sprechen, Nationalsprache wird.

Mit Ihren Parolen {Ulac Smah Ulac} – die Berberischen Worte für „kein Pardon“, mit denen die Kabylen in Algerien auch gern auf die Straße gehen. „Welfare for all Maroccans. Tous pour un Maroc, libre, democratique et federal.

Sie rufen: „{entweder heute oder morgen: aber unsere Rechte müssen erfüllt werden.“}
Die wichtigsten Position in der Regierung und im Staatsdienst liegen bei der Familie Alfassi Elfihri. Auch ein Faktum, mit denen sich die Marokkaner nicht länger abfinden wollen.

{{Demonstranten in Casablanca, die sich für das Tamazight als nationalsprache einsetzen.}}

Brahim, einer der Demonstranten aus Casablanca sagt: „Wir brauchen Arbeit und wir fordern Demokratie.“

Unter den Demonstranten waren unter anderem auch Tufik Buachrine, der Direktor der unabhängigen Zeitung {Akhbar Elyawm}, so wie Ali Elmrabet, ein Journalist, der kürzlich zu zehn Jahren Arbeitsverbot verurteilt wurde.
Journalisten aus aller Welt waren gestern zugegen.

Eine Gruppe von Demonstranten lief von der Stadt Inzegane bis Agadir zu Fuß – 15 Kilometer.
„In Casablanca waren wir zuerst nur ein paar hundert Leute, dann später 6000,“ sagte Brahim weiter.

Die Demonstrationen verliefen zumeist friedlich, zwischendurch wurden leere Flaschen geworfen, aber nachdem die Organisatoren um Unterlassung baten, hörte das wieder auf.

In der Stadt Tanger kam es zu Verhaftungen von Vereinsmitgliedern des Vereines Attak, welche sich gegen Globalisierung organisieren. Bei den Verhaftungen handelt es sich um Omran und Reda Nafiri, Hassan Nadrah, Mohamed Slawi sowie Hassan Ouchen.
Warum es sich ausgerechnet diese Demonstranten festgenommen wurden, konnte nicht geklärt werden.

In Alhoucaima haben Demonstranten eine Bank angezündet.

Es berichtete Brahim Ubaha.
Zusammenfassung: Uli Rohde
Fotos: Brahim Ubaha – Casablanca

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