Solidarität mit den Iranern – Weltweit und auch in Hamburg.

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Etwas mehr als eine Handvoll Demonstranten waren es, die am Nachmittag zusammenkamen, um vor der Botschaft zu demonstrieren.

Um die Mittagszeit sollen bereits über 40 Demonstranten, zumeist Iraner vor dem iranischen Konsulat in Hamburg demonstriert haben. Mit Ihnen fanden zeitgleich Demonstrationen in der ganzen Welt, unter anderem London, Toronto, Paris und Berlin – jeweils vor den Botschaften statt.

Eine Demonstrantin sagte: „wir sind zwar nur wenige die hier demonstrieren, aber wir haben die Leute in der Botschaft scheinbar so genervt, dass sie die Polizei gerufen haben, die dann fünf Minuten später anrückte, um uns Demonstranten höflich auf die andere Straßenseite zu bitten. Das ist doch auch was, oder?“

Eine weitere Demonstrantin gab zu Protokoll: „ich fand erschreckend, als der Polizist meinte, dass die Botschaft jetzt schöne Fotos von uns gemacht hätte und ich jetzt vielleicht nicht mehr einreisen könnte. Man lebt ja Gott sei Dank in einer Demokratie und kann sich so etwas kaum vorstellen. Außerdem war der nächste Sommerurlaub sowieso nicht in den Iran geplant!“

Drei junge Studentinnen entzündeten Grablichter mit den Aufschriften:
Pressefreiheit, Menschenrechte und Demokratie. Sie standen symbolisch für die Abwesenheit selbiger im Iran. Sie wurden gewissermaßen zu Grabe getragen.

Hintergrund:

Habib (Habibollah) Latifi war Student an der Universität Eylam im Iran und kurdischer Aktivist. Er wurde im Oktober 2007 verhaftet und sitzt seitdem im Gefängnis von Sanandaj. Er beteiligte sich an einem Hungerstreik in Protest gegen die Hinrichtung von Ehsan Fatahian am 11. November 2009. Verschiedenen Berichten nach, wurde er während seiner Haftzeit schwer gefoltert.
Seine Hinrichtung wurde für den 26. Dezember angesetzt, bisher aber durch die weltweiten Proteste nicht vollstreckt.

Seit Jahren macht der iranische Staat mit Regimegegnern oder aufmüpfigen Studenten kurzen Prozess und verhängt die Todesstrafe – wegen Ungehorsam gegenüber Allah. Viele Organisationen fordern weltweit die Abschaffung der Todesstrafe und die Freilassung politischer Häftlinge im Iran.

Uli Rohde

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