Tuareg-Sänger Intitaw der Grouppe Tinariwen nach Entführung durch Islamisten befreit

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Der Künstler wurde entführt, um ihn unter das Diktat der Terroristengruppe zu nehmen. Jene kennen seinen Einfluss auf die Tuareg sowie deren Freiheitsbewegung und seine Bekanntheit in der Welt, denn die Gruppe Tinariwen hat inzwischen Weltruhm erlangt. Sie geben Konzerte rund um den Globus und transportieren die friedlichen Ideale der Tuareg somit um die ganze Welt. Die Nachricht seiner Entführung verbreitete sich in den entsprechenden Kreisen wie ein Lauffeuer und die Empörung war entsprechen groß.

{{Junge Ansar-A-Dine Anhänger revoltieren gegen die eigene Gruppe}}

Das Interessante an der ganzen Sache ist, und das war etwas ganz außergewöhnliches, dass einige junge Delegationen der Ansar-A-Dine Gruppe sich mit Iyad Ag Ghaly trafen, um ihm mitzuteilen, dass sie sich von der Gruppe abwenden würden, wenn sie Intidaw nicht frei gelassen werde, und sie würden sogar ihre Waffen gegen ihre eigenen Leute erheben, denn die Tötung des Sängers würde nichts weiter zeigen, als dass Ansar-A-Dine nichts anderes zum Ziel hat, als die Auslöschung der Tuaregkultur. Und das genau am Casus-knaxus, denn dies zeigt, dass sich die Gruppe Ansar-A-Dine durchaus gruppenintern nicht einig ist über ihre Ziele. Die einen sind Terroristen, andere wiederum gottestreue, naive junge Männer, dessen Naivität ausgenutzt wird, um an die Macht zu kommen.

{{Intidaw – ein Mann mit Prinzipien}}

Während der Tage der Gefangenschaft stand Intidaw vor der Wahl sich Ansar-A-Dine anzuschließen, um so wieder seine Freiheit zu erlangen. Aber er gab dem Ansar-A-Dine Führer Iyad Ag Ghaly, der gekommen war um ihn zu sehen, nur zur Antwort:

«{mieux vaut mourir que de rejoindre une organisation qui fait tout pour détruire ma culture dont je porte inlassablement les couleurs dans le monde entier. Dans tous nos concerts cette année j’ai transmis mon message en face du drapeau de l’Azawad, je ne le vendrai pas aujourd’hui car il n’a pas de prix pour moi.}»

zu Deutsch: „{Es ist besser zu sterben, als einer Organisation anzugehören, welche im Begriff ist meine Kultur auszulöschen. Unverdrossen trage ich die „Farben“ meines Landes in die ganze Welt. Bei allen Konzerten dieses Jahres habe ich der Welt meine Botschaften neben unserer Azawad Flagge verkündet und ich werde sie auch heute nicht „verkaufen“ denn für mich ist sie unverkäuflich.“}

„Heute ist Intidaw heil, gesund und frei. Während seiner Entführungszeit hat er seinen Entführern bewiesen, dass er ein respektgebietender Mann ist, welcher bereit ist für seine Ideale zu kämpfen und gegebenenfalls für sie zu sterben und vor allem weder manipulierbar noch vom Meistbietenden käuflich ist,“ so Toumastpress.

Die Tamurt.info Redaktion wünscht Intidaw und der Gruppe Tinariwen ein erfolgreiches Jahr und dass sie weiterhin ihre Ansichten und Ideale in die Welt tragen mögen. Wir sprechen uns für ein freies Azawad aus.

Uli Rohde – Tamurt.info

Quelle: Toumastpress.com

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