Verein „Timatarin“ eine Konferenz mit dem Thema Tamazight-Sprache in der marokkanischen Schule

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Diese Konferenz wurde von Elhossine Behamou, dem Tamazight-Lehrer in der Grundschule und Absolventen in „filière des ètudes amazighes,“ und Lahcen Damulay, Spezialist für die tamasirische Literatur Marokkos und Mitgliedern des „Timatarin Vereins“ abgehalten.
Nachdem Mehdi Actuk vom Vorstand des Vereines Timatarin die Anwesenden im Namen des Vereines begrüßt hatte, begann Elhossine Benhamou seine Vorträge.

Zunächst ging es um den historischen Kontext zum Beginn des offiziellen Schulunterrichtes in der Tamazight-Sprache in der Marokkanischen Schule, nach der Gründung des Königlichen Instituts für Berberkultur (IRCAM) im Jahre 2003.

Des Weiteren beschreibt Elhossine Benhamou die Lage der Tamazight-Sprache im Schulunterricht und hatte festgestellt, dass sie eher ein Misserfolg war. Jenes besagte auch die offizielle Statistik, welche diesen Misserfolg ebenfalls nachgewiesen hatte. Diese Statistiken bestätigen, dass die Tamazight-Sprache in der Schule sehr schwach ist.

{{Notwendigkeit der Einführung des Fachunterrichts in Tamazight-Sprache}}

Als eine alternative Lösung für dieses Problem, betont er die Notwendigkeit der Einführung des Fachunterrichts in Tamazight-Sprache. Das würde bedeuten, dass die Tamazightsprache nicht nur als „Fremdsprache,“ welche allerdings die Muttersprache vieler Marokkaner darstellt, sondern, dass eben auch jeglicher Fachunterricht in Tamazight stattfinden müsste.
In vielen Regionen gäbe es hier auch keine Probleme, da wie etwa auch in der Schule in Biougra, nur Tamazightmuttersprachler anzutreffen sind. Es käme hier also auch zu keinem Nachteil für marokkanisch-arabische Muttersprachler.

{{Weiterhin ist die Arabisierung noch sehr stark an den Schulen}}

Zum Schluss seiner Vorträge stellt er seine eigenen Erfahrungen mit dem Schulunterricht der Tamazight-Sprache dar. Als erstes sei zu nennen, dass das Tamazight noch viele Gegner, nämlich die Islamisten hat. Sie stellen sich gegen eine Offizialisierung, so wie gegen das Unterrichten dieser Sprache an den Schulen. Weiterhin ist die Arabisierung noch sehr stark an den Schulen. Ein weiteres Problem besteht darin, dass viele der Tamazightlehrer nicht einmal eine Befähigung haben, diese Sprache zu unterrichten, ja in vielen Fällen sogar nicht einmal selbst beherrschen.

Danach folgt Lahcen Damulay mit seinem Vortrag zum Thema:
„Der Unterricht der Tamazight-Sprache in der Grundschule und in der Universität.“

Hierbei ging es zunächst darum, dass der um den Schulunterricht sehr besorgt ist, weil es noch keine Strategien für das Unterrichten der Tamazightsprache gibt.
Weiterhin spricht er über die wichtigste Reform in der öffentlichen Schule.
Im zweiten Teil des Vortrages, spricht er über Beschränkungen der Tamazight-Sprache an den marokkanische Universitäten.

Vor fünf Jahren gründete die marokkanische Regierung immerhin jeweils eine eigene Abteilung für die Tamazight-Sprache an den verschiedenen Universitäten wie Agadir, Oujda und Fes.Arti.
Die Abteilung der Regierung ist der Auffassung, dass das Studium an der Universität zu wenig Chancen bietet, mit einigen Beispielen, wie die erste Generation bereits ihren Abschluss gemacht hatte.
Aber es gibt keine weiterführenden Ausbildungs- und Arbeitsplätze für sie. Für die Tamazight-Sprache und Kultur gibt es immer noch keine eigenen Abteilungen an den Universitäten, sie sind weiterhin von der Französisch-Abteilung abhängig.

{{Die Politik unterstützt weiterhin die Arabisierung
}}
Schließlich sieht er, dass es noch keinen starken politischen Willen gibt, um den Unterricht in der Tamazight-Sprache zu entwickeln.
Im Gegensatz dazu findet man stattdessen weiter die Arabisierung in der Politik.

Brahim Ubaha für Tamurt.info aus Tanger – Marokko

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